Kaminabend am 6. Oktober 2011
Vor über 30 Gästen begrüßte Klaus Muth Herrn Thomas Maier
(Stellvertretender Leiter der Finanzabteilung des Erzb. Ordinariates ) als
Referenten des Abends. Im Hinblick auf die Fusion der Kirchengemeinden zum 1.
Januar 2015 beleuchtete Maier zuerst die Eckpunkte der Fusion:
- die künftigen Gremien in der Kirchengemeinde neu
- die Struktur der Pfarreien
- Gründung, Zusammensetzung und Rolle des
Gemeindeteams.
Unter dem Aspekt der Finanzen machte er in seinem Vortrag diese
Kernaussagen:
- Zweckbindungen beim Vermögen müssen bestehen bleiben.
Eine spätere Änderung des Zweckes darf nicht vollständig
ausgeschlossen werden. Bei Verkauf eines Gebäudes müsse die für
den Unterhalt gebildete zweckgebundene Rücklage aufgelöst werden
können. Dafür müssten aber sehr strenge Regelungen gelten;
- die bisherigen Schulden der Kirchengemeinden gehen auf
die Kirchengemeinde neu über. Am Schuldendienst muss sich
allerdings die alte Gemeinde wie bisher beteiligen;
- Klingelbeuteleinnahmen fließen der Kirchengemeinde neu
zur Finanzierung aller Aufgaben zu. Ein hohes örtliches
Engagement könne aber bei der Bemessung des Budgets eines
Gemeindeteams durchaus berücksichtigt werden.
Abschließend stellte er kurz die Haushaltssystematik (kaufm.
Buchführung) für die Kirchengemeinde neu dar, besonders die Behandlung der
Gebäude und die Bemessung der jährlich auszuweisenden
Instandhaltungsrückstellungen.
In der sich anschließenden Diskussion waren die hauptsächlichen Themen:
- wer trägt die Verantwortung für ein verändertes /
reduziertes Gebäudekonzept? Müssen Entscheidungen darüber von
den Verantwortlichen in den Gemeinden oder aus dem Ordinariat
heraus getroffen werden?
- in wie weit ist ein Rückgang des örtlichen Engagements
zu befürchten, wenn es kein gewähltes Gremium mehr vor Ort gibt?
Sinkt durch die zentralen Pfarrgemeinderäte das Engagement vor
Ort?
- wie werden die Kirchengemeinden neu finanziell durch
Kirchensteuerzuweisungen ausgestattet?
- was muss im Rahmen der Fusionsverhandlungen bedacht
werden?
Gegen 21.30 Uhr schloss Klaus Muth mit einem Dank an den Referenten und
die Anwesenden den Kaminabend. Er versprach, dass auch bei den Kaminabenden im
Jahr 2012 die Fusion zum 1. Januar 2015 aus unterschiedlichen Blickrichtungen
Thema sein werde.
Änderung der Schlüsselzuweisungsordnung